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Natürliche Filter - Wärme

Hier möchte ich die Arbeit an meinem Hauptsemesterprojekt dokumentieren. Das soll in erster Linie dazu diesen, mir selbst einen guten Überblick über die einzelnen Schritte und Zwischenergebnisse zu verschaffen.

Phase 1

Aufgabenstellung (Ausschnitt)
Slow Technology – Slow Media: „Designing for reflection”

Wie kann Kommunikation an organische und natürliche Prozesse angepasst werden? Wie kann man Komponenten der Natur wie Licht, Schatten, Temperatur, Feuchtigkeit in Kommunikationsprozesse einbinden? Wie können dabei visuelle Chiffren beispielsweise durch Perspektive und Proportion für Interaktion genutzt werden?

Phase 2 - Konzept

Meine Idee war es den Menschen als natürlichen Filter von Informationen zu benutzen. Dabei sollte vor allem eine sehr minimalistische Installation entstehen, die auf das Wesentliche reduziert wird. Zusätzlich sollte die Filterfunktion mi der Art der Information in Verbindung stehen.

Bei der ersten Installation handelt es sich um eine reduzierte Wetterkarte. Dabei spielen die eigentlichen Temperaturen keine Rolle. Oftmals lautet die Frage, die man sich stellt “Wo ist es gerade wärmer als hier?” Immer dann, wenn man beispielsweise vom nächsten Urlaub träumt, während es draußen in strömen regnet. Darauf gibt die Wetterkarte eine Antwort. Dazu muss die Temperatur, die ein an die Installation angeschlossener Temperatursensor erhöht werden. Dies erfolgt durch das “Anhauchen” des Sensors durch den Menschen, der damit die gezeigte Information filtert und die nächst wärmeren Städte anzeigt. Nach dem anhauchen pendelt sich die Anzeige wieder bei der eigenen Heimatstadt ein. Wichtig ist demnach nur eine Erhöhung der Temperatur und nicht das erwärmen des Sensors auf einen bestimmten Gradwert.

Durch das herunterkühlen des Sensors werden entsprechend die nächst kälteren Städte angezeigt.

Phase 3 - Funktionsweise

Dieses Video zeigt die Funktionsweise. Der Sensor wurde durch anhauchen erwärmt. Die Heimatstadt ist Berlin. Am Anfang muss sich der Sensor zunächst einmal auf Berlin kalibrieren. Geschrieben ist das Programm für eine Full-HD Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Diese Fläche stellt eine nicht sichtbare Weltkarte dar. Die jeweiligen Stadtnamen erscheinen an ihrem geografisch korrekten Standort. Im Video wird dies nicht deutlich, da das Programm zum aufnehmen verkleinert worden ist.

Der Temperatursensor ist mit einem Arduino Duemilanove verbunden. Die gemessenen Werte werden direkt von Processing gelesen und verarbeitet. Die aktuellen Wetterdaten werden über http://weather.yahoo.com/ bezogen. Processing liest die entsprechenden Daten aus dem HTML-Quellcode heraus. Ich denke, dass dies auch über eine xml-Library funktioniert hätte. Dieser Weg war aber zunächst einmal “einfacher”.



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